Du möchtest deinen Führerschein machen, überlegst aber, wegen der angekündigten Führerscheinreform noch zu warten?
Unsere Empfehlung: Nicht aufschieben – jetzt mit dem Führerschein starten.
Aktuell wird viel darüber gesprochen, dass der Führerschein durch die geplante Reform günstiger und einfacher werden soll. Tatsächlich plant der Gesetzgeber umfangreiche Änderungen: mehr digitales Lernen, flexiblere Theorieausbildung, Änderungen bei den Sonderfahrten und die Möglichkeit, zusätzliche Fahrpraxis mit nahestehenden Personen – beispielsweise den Eltern – zu sammeln.
Was dabei häufig untergeht: Die Reform bedeutet nicht automatisch, dass dein persönlicher Weg zum Führerschein kürzer, einfacher oder günstiger wird.
Warum es sich lohnt, jetzt mit dem Führerschein zu beginnen
Wer heute startet, absolviert seine Ausbildung nach einem bewährten und klar geregelten System. Theorie, praktische Ausbildung und Prüfung greifen ineinander und du wirst von ausgebildeten Fahrlehrerinnen und Fahrlehrern gezielt auf den Straßenverkehr und die Prüfung vorbereitet.
Bei der geplanten Reform sollen dagegen verschiedene neue Möglichkeiten hinzukommen. Eine davon ist die sogenannte Laienbegleitung: Nach bestandener Theorieprüfung soll zusätzliche Fahrpraxis auf öffentlichen Straßen mit einer nahestehenden Person – zum Beispiel einem Elternteil – möglich werden. Wichtig dabei: Diese Fahrpraxis soll die professionelle Fahrschulausbildung ergänzen und nicht ersetzen.
Ob und wo dieses Modell angeboten wird, hängt von der weiteren Gesetzgebung und der Umsetzung in den Bundesländern ab.
„Mit den Eltern fahren“ bedeutet nicht automatisch kostenlos
Wie die Laienbegleitung im Detail ausgestaltet wird und welche konkreten Voraussetzungen gelten werden, ist für Fahrschüler besonders wichtig.
Wer später zusätzliche Übungsfahrten mit einem privaten Fahrzeug machen möchte, sollte beispielsweise auch Themen wie Versicherungsschutz, Fahrzeug, Kraftstoff bzw. Strom und mögliche zusätzliche Anforderungen berücksichtigen. Deshalb sollte man heute noch nicht pauschal davon ausgehen, dass private Übungsfahrten automatisch kostenlos sind oder den Führerschein in jedem Fall deutlich günstiger machen.
Möglicherweise dauert der Weg sogar länger
Zusätzliche private Fahrpraxis kann sinnvoll sein – sie benötigt aber auch Zeit. Fahrschule, Theorieprüfung, professionelle praktische Ausbildung und zusätzliche Übungsfahrten müssen miteinander koordiniert werden.
Wer seinen Führerschein beispielsweise für Ausbildung, Studium, Arbeit oder die persönliche Mobilität benötigt, sollte deshalb gut überlegen, ob sich monatelanges Warten auf neue Regelungen tatsächlich lohnt.
Denn eines ist sicher: Wer heute startet, ist seinem Führerschein schon einen großen Schritt näher.
Weniger Pflichtstunden heißt nicht automatisch weniger Fahrstunden
Ein wichtiger Bestandteil der geplanten Reform betrifft die Sonderfahrten. Derzeit sind bei Klasse B zwölf besondere Ausbildungsfahrten vorgeschrieben. Künftig soll keine feste Anzahl mehr vorgegeben werden. Autobahn-, Überland- und Nachtfahrten bleiben Bestandteil der Ausbildung, der tatsächliche Umfang soll sich jedoch stärker nach den individuellen Fähigkeiten des Fahrschülers richten.
Das bedeutet aber nicht, dass jeder Fahrschüler automatisch weniger fahren muss.
Entscheidend bleibt, ob du das Fahrzeug sicher beherrschst und bereit für die praktische Prüfung bist. Manche benötigen dafür weniger Fahrstunden, andere mehr – daran wird auch eine Reform grundsätzlich nichts ändern.
Was sich mit der Reform ändern soll
Nach dem derzeitigen Stand sind unter anderem mehr digitales Lernen, ein verkleinerter Fragenkatalog, flexiblere Theorieangebote, weniger starre Vorgaben bei Sonderfahrten, eine kürzere praktische Prüfungsfahrt und zusätzliche private Übungsmöglichkeiten vorgesehen. Gleichzeitig sollen Preise und Erfolgsquoten der Fahrschulen transparenter und online vergleichbar werden.
Das Bundesverkehrsministerium verfolgt damit ausdrücklich das Ziel, den Führerscheinerwerb moderner und günstiger zu gestalten. Das Ministerium nennt derzeit durchschnittliche Kosten von rund 3.400 Euro für den Pkw-Führerschein.
Wie stark einzelne Fahrschüler am Ende tatsächlich finanziell profitieren, hängt jedoch von der konkreten Umsetzung und vor allem vom individuellen Ausbildungsbedarf ab.
Unser Tipp: Nicht auf die Reform warten – jetzt loslegen!
Wenn du deinen Führerschein sowieso machen möchtest, gibt es aus unserer Sicht keinen Grund, deine Mobilität nur aufgrund der angekündigten Änderungen aufzuschieben.
Starte jetzt deine Ausbildung, sammle Erfahrung und komm deinem Führerschein Schritt für Schritt näher.
Denn am Ende zählt nicht, wie viele Pflichtstunden auf dem Papier stehen – sondern dass du sicher, selbstständig und gut vorbereitet Auto fahren kannst.
Jetzt anmelden und mit dem Führerschein starten!
Dein Team der Fahrschule Biebow-Heise GmbH